Solanales > Convolvulaceae > Calystegia sepium

Echte Zaunwinde

(Calystegia sepium)

VI — IX Home Uferzonen, Auwaldränder, halbruderal
1 — 3 m lang indigen LC
Calystegia sepium
Synonym: Convolvulus sepium, Gewöhnliche Zahunwinde. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Pflanze ist rechtsschraubig windend. Die flachgedrückten Vorblätter sitzen dicht unter dem Kelch und bedecken diesen nicht völlig. Die Spreite der gestielten Laubblätter ist spieß- bis herzförmig. Die Krone ist weiß und bis 5 cm lang (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). In Istrien kommt die Art im Westen, im Landesinneren und im Süden zerstreut vor, sonst eher selten (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Calystegia sepium
16.06.2016 Purbach
 
Calystegia sepium
 
 
Calystegia sepium
 
 
Blüte seitlich
 
 
Calystegia sepium
Die Vorblätter hüllen den Kelch nicht völlig ein (sie sind länger als breit) = Unterscheidung zu C.silvatica.
 
Calystegia sepium

03.06.2007 Pucking

 
Blüte
Aufnahme: 09.08.2016 Uvala Blaz

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"825. C. sepium L. (Zaun-W. — Grosser Windling. — Zaunglocke. — Bettlerseil.)
Wurzelstock stielrund, ästig, kriechend. Stengel sich windend, oft 10' hoch, an Gebüschen aufkletternd und selbe fest umschnürend, kahl wie die ganze Pflanze, an der Basis ästig. Blätter gestielt abwechselnd, herzpfeilförmig, zugespitzt, ganzrandig, mit stumpfen oder eckig gezahnten Oehrchen, dunkelgrasgrün glänzend. Blüthen langgestielt, einzeln aus den Blattwinkeln, sehr gross, über 2" lang und bei 3" im Durchmesser; Blüthenstiele kantig, länger als der Blattstiel, 1 blüthig, Kelch von 2 herzförmigen, geaderten, fest angedrückten Deckblättern umschlossen; Kronen weiss, geruchlos. Ehedem war Kraut und Wurzel (Herba et Radix Convolvuli majoris) als purgirendes und harntreibendes Mittel gegen Wassersucht in Anwendung.
Juli— Sept.


An Gebüschen, Hecken. Besonders auf Inseln und an Ufern der Donau auf feuchtem, wellsandigem Boden an Erlen und Weidengebüschen, z. B. nächst Linz auf der Strasserinsel, am Donauufer unter dem Fischer am Gries, in den Pleschinger-, Bankelmayr- und Seideluferauen u. s. den ganzen Strom entlang. Ebenso auf Alluvium der Traun, Ens, Krems, Steyer, Salza und des Inns in Au- und Ufergesträuchen u. s. hie und da an feuchten Hecken, an Vorhölzern der Haide, gemein."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 133), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 05.01.2026

zum Seitenanfang